Das Selbstbild ist das innere Bild, das ein Mensch von sich selbst hat, also die Summe seiner Überzeugungen und Bewertungen über die eigene Person. Was das Selbstbild ausmacht und wie es entsteht, steht ausführlich im Grundlagenbeitrag Was ist Selbstbild?. Hier geht es um die praktische Frage: Wie lässt sich ein positives, tragfähiges Selbstbild aufbauen?
Wie bereits erwähnt, bestimmen die Gedanken, die du dir über dich selbst machst, dein Selbstbild. Welche Gedanken kommen bei dir spontan, wenn du „Ich bin..“ oder „Ich kann..“ sagst? Sind es eher positive oder eher negative Gedanken?
Ob das die eigenen Gedanken sind oder ob du sie irgendwann von jemanden übernommen hast, spielt hier keine Rolle. Wichtig ist, zu erkennen, dass du nicht deine Gedanken bist. Um da herauszukommen, musst du aufhören, auf die Meinung anderer zu hören und dir zuerst eine eigene bilden. Entscheide selbst, wie du sein möchtest, wie du dich selbst wahrnimmst und vor allem, was du selbst über dich denkst und wie du selbst mit dir sprichst. Das kann dir kein anderer abnehmen. Du kannst ab sofort deine negativen Gedanken über dich (= dein negatives Selbstbild) in positive Gedanken und damit in ein positives Selbstbild verändern. Wenn du jetzt sagst, ja, aber das stimmt vielleicht gar nicht. Haben die negativen Gedanken gestimmt?
Um der „Realität“ näher zu kommen, ist es notwendig, vom Negativen zum Positiven zu wechseln, um dann die Mitte zu finden und immer wieder zu balancieren und situativ bewusst zu entscheiden. Was heißt das? Du dachtest bis jetzt, dass du nicht wichtig genug bist und hast dich in Meetings gegenüber deinem Chef und Kollegen bei wichtigen Entscheidungen zurückgenommen. Denn deiner Meinung nach, sind die anderen Meinungen wichtiger und die anderen können wertvollere Beiträge beisteuern. Hast du dich im Nachhinein über dich geärgert? Waren die anderen wirklich besser oder einfach nur selbstsicherer? Du kannst es auch! Du brauchst einfach nur Mut und ein positives Selbstbild.
Als erstes solltest du diesen negativen Glaubenssätzen und Gedanken über dich selbst auf die Schliche kommen. Hierfür habe ich eine PDF Datei als Übung für dich vorbereitet.
Nachdem du jetzt weißt, welche Glaubenssätze dich verhindern und wie du sie umwandelst, solltest du dir über deine Stärken, Erfahrungen und Talente bewusst werden:
· Was ist dir in deinem Leben bereits gut gelungen?
· Welche Stärken hast du?
· Welche Talente hast du?
· Was schätzen andere an dir?
Schreibe dir alles auf und erkenne, was du bereits schon kannst.
Dein Selbstbild hat sich seit deiner Kindheit über Jahre hinweg aufgebaut und verfestigt. Das bekommst du leider nicht in 5 Minuten verändert. Du brauchst Ausdauer und Selbstreflexion. Mit der hier vorgestellten Technik kannst du dein Selbstbild innerhalb kürzester Zeit transformieren und positiv umwandeln. Es ist ein Weg und kein Marathon. Um dich persönlich weiterzuentwickeln, gilt es, sich auf den Weg zu machen und Schritt für Schritt zu gehen.
Ein positives Selbstbild ist nichts Starres, es verändert sich mit der Zeit. Deswegen ist es ratsam, alle paar Jahre wieder mal darauf zu schauen und zu überprüfen, wo du gerade stehst.
Die Bäume, die langsam wachsen, tragen die besten Früchte.
– Molière
Wenn ihr eine umfassende Auswertung eurer Persönlichkeit wünscht, die eure Charaktereigenschaften, Motive und Kompetenzen berücksichtigt, stehe ich euch gerne zur Verfügung. Ich verwende den 𝗟𝗜𝗡𝗖 𝗣𝗘𝗥𝗦𝗢𝗡𝗔𝗟𝗜𝗧𝗬 𝗣𝗥𝗢𝗙𝗜𝗟𝗘𝗥 und kann euch einen detaillierten Bericht über euer Selbstbild liefern, der mehr als 30 Seiten umfasst. LINC ist ein Online-Tool zur Persönlichkeitsanalyse, das auf dem wissenschaftlich fundierten BIG FIVE Modell basiert. Die Ergebnisse sind empirisch belegt und das Tool ist DSGVO-konform.
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Über die Autorin
Antoniya Hasenöhrl
15 Jahre Führung, internationale Teams, echter Druck. Heute verbindet Antoniya Hasenöhrl dieses organisationale Wissen mit psychotherapeutischer Tiefe – für Menschen, die nicht nur an der Oberfläche etwas verändern wollen, sondern verstehen möchten, was darunter liegt. Direkt, warmherzig, mit einem Gespür für Klarheit in dem, was sich diffus anfühlt – sie begleitet Menschen und Organisationen zu innerer Klarheit, psychischer Stabilität und sozialer Wirksamkeit, als Grundlage für gesundes Führen, tragfähige Beziehungen und nachhaltige Leistung.
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